Gefühle und Gespräche aus einer anderen Zeit

Es sind durchaus Gedanken und Gespräche die wir, die Fans dieser Mannschaft, haben und führen an die man sich erst wieder gewöhnen muss. Seit der Playoffquali der Saison 07/08 und dem legendären Mutzeputze-Tag im März 2008 oder aber allerspätestens seit der Entlassung von Serge Pelletier in der Saison 10/11 fühlten sich wohl alle Beteiligten wie in einer Komfortzohne, obwohl das wohl nie jemand öffentlich zugegeben hätte.
Nun sind wir mit vielen schlechten Resultaten und unbefriedigenden Leistungen in die neue Saison gestartet. Im Sommer hatte man mit Kossmann noch vorzeitig verlängert, bereits da hob so mancher den Mahnfinger. Aber in diesem Ausmass hat das niemand erwartet, auch wenn bereits die letzte Saison nicht mehr ganz so berauschend war wie der Finaleinzug. Kossmanns Leistungsausweis mit unserem Team ist der beste seit den Russenjahren Anfang Neunziger. Die Erwartungshaltung ist aber mittlerweile so hoch, dass das in der aktuellen Situation einfach nicht mehr für eine Weiterbeschäftigung reicht.
Beurteilen wir Leistungen wie z.B. diese am Freitag in Lausanne oder andere Spiele wie die in Davos oder Zürich, muss man sich aber schon fragen ob Kossmann das Team mit seinen Ideen und Strategien noch erreicht hat. Zu oft war da Resignation, Unlust… Jedenfalls hat das auf den Zuschauer so gewirkt. Umso bizarrer sind die guten Leistungen in der Champions Hockey League. Dort scheint zu klappen was in der Meisterschaft nicht funktioniert. Man gibt Gas, spielt sehenswerte Spielzüge, weiss wo das Tor steht und vor allem Dingen steht man hinten mehr oder weniger solide.
Es ist nicht weniger als der Beginn einer neuen Ära an dem wir stehen. Das Team bleibt das selbe, doch jeder Coach bringt seine eigenen Ideen und Einflüsse rein. Bleibt zu hoffen, dass so mancher satte Leistungsträger die Kurve kriegt und sich wieder neu motivieren kann. Das Talent schlummert nur, es ist nicht einfach über den Sommer verschwunden.

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