Interview mit Christine Sowinski

Wir haben ein Interview mit Christine Sowinski geführt, die während der OHL-Zeit von Yannick Rathgeb bei den Plymouth Whalers eine wichtige Bezugsperson für ihn war. Wir danken Ihr für ihre Kooperation und die tollen Bilder.

Magst du etwas von dir erzählen? Wo wohnst du genau, seit wann bist du in den USA?Yannick Jersey

Hallo Drachenradio. Ich bin die Christine und ein gebührtiges Münchner Kindl das 1991 in die USA ausgewandert ist. Erst einmal Studium gemacht und dann bei Ford in die Marketingabteilung eingestiegen.

Ich wohne in Canton, Michigan mit meinem Freund Markus und ich spiele seit über 15 Jahren Eishockey in einer Frauenliga. Markus und ich spielen auch in einer Männerliga mit Arbeitskollegen.

Wie hast du Yannick Rathgeb kennengelernt und was ist/war dein Verhältnis zu ihm bzw. deine “Rolle” bei seinem USA-Aufenthalt?

Yannick ist im Sommer 2013 bei unseren Nachbarn eingezogen. Sie wußten, dass ich Deutsch spreche und haben ihn an einem Nachmittag zu uns rübergebracht. “The rest is history” wie man so in Amerika sagt und wir sind gute Freunde geworden.

Ich kann mich noch gut erinnern als ich damals selber in Amerika angekommen bin. In den ersten Monaten ist alles neu und aufregend; dann auf einmal geht einem die Heimat ab. Heutzutage geht ja alles über Social Media und Skype aber ich glaube, es hat Yannick geholfen zu wissen, dass er immer mit mir reden konnte wo sonst alles in Englisch war. Er hatte halt ein bißchen Heimat hier, wenn es auch auf Bayrisch war.

So konnte ich Yannick auch helfen in Amerika den Führerschein zu machen. Das geht hier ab 18 ohne Fahrschulstunden. Man muß nur einen schriftlichen Test machen und dann mindestens einen Monat das Fahren mit einem Erwachsenen üben. Da sind wird dann oft in Canton und Plymouth herumgefahren; auch zum Training und wieder heim. Es ging alles ganz gut mit der Automatikschaltung, aber war dann doch ein bißchen “haariger’ mit der Gangschaltung in unserem Mustang 🙂 Hat aber alles geklappt und Yannick hat die Fahrprüfung mit Erfolg bestanden. Ja und dann haben wir unseren Mustang eigentlich gar nicht mehr gesehen, weil er immer damit unterwegs war.

Wir hatten die Möglichkeit Yannick mit den Plymouth Whalers für zwei Saisons anzufeuern. Wir waren schon viele Jahre Whalers Fans, aber es ist einfach ganz etwas anderes wenn man einen Spieler kennt. Da zittert man dann um einiges mehr mit, wenn das Spiel nicht so gut läuft. Man freut sich umso mehr über einen Gewinn und wenn Yannick ein Tor geschossen hat oder gut Verteidigung gespielt hat.

Die Whalers sind ja von Plymouth nach Flint umgezogen, gehst du weiterhin an die Spiele?

Uns gehen die Whalers sehr ab. Das Eishockey war immer super zum zuschauen und die Compuware Arena war nur 15 Minuten von uns weg. Flint ist da viel weiter weg. Wir haben natürlich die NHL Red Wings, aber die Arena ist sehr groß. Da sitzt man dann unterm Dach und der Puck ist so groß wie eine Erbse.

Die Compuware Arena wurde vor dieser Saison in die USA Hockey Arena umgewandelt und wir können jetzt den USA U17 und U18 National Development Mannschaften zuschauen. Das Hockeyniveau ist gut, aber hat nicht die gleiche Atmosphäre wie OHL Spiele wo dann doch mehr Kontaktspiel vorkam.Gute Freunde

Wie findest du es, daß du über uns die Spiele von Rathgeb verfolgen kannst?

Es ist leider nicht möglich die Spiele im Internet außerhalb von der Schweiz zu sehen, aber dann finde ich durch Zufall Euer Drachenradio. Das ist einfach SUPER!!! Habe fast jedes Spiel seit November durch euch mitverfolgen können.

Mit dem Zeitunterschied fangen die Spiele bei mir meistens um 13:45 an. Wenn ein Spiel unter der Woche ist, sitze ich oft in der Arbeit mit meinem Kopfhörer an und muß nur aufpaßen daß ich nicht zu laut Fribourg anfeuere 🙂

Ich verstehe auch immer besser Euren Schweizer/Fribourger Dialekt. Am Anfang habe ich nur die Namen verstanden und daß Yannick irgendwas gemacht hat, aber keine Ahnung ob im Angriff oder beim Verteidigen, ob gut oder schlecht. Jetzt geht’s schon viel besser!

Was wünschst du Rathgeb für den Rest der Saison und seine weitere Karriere?

Erst einmal finde ich es schön, dass Yannick wieder daheim ist und in der NLA mit dem HCFG eine so super Mannschaft gefunden hat. Man kann es ihm in jedem Bild und Interview ansehen, dass er die richtige Entscheidung gemacht hat in der Heimat seine Eishockeykarriere weiterzuentwickeln. Ich bin auch sehr stolz auf Ihn, dass er sich in einer so kurzen Zeit als einer der jüngeren Spieler schon zu einem der besten Verteidiger in der NLA etabliert hat und sich damit jetzt auch einen Platz in der Nationalmannschaft für den Slovakia Cup verdient hat.

Für diese und folgende Saisons wünsche ich Yannick und seinen Drachen viel Erfolg und das sie es dieses Jahr in die Playoffs schaffen. Aber am meisten wünsche ich Yannick, dass er immer Spaß hat beim Eishockey ob im Training oder in einem Spiel und dass er sich in seiner Mannschaft und auf dem Eis wohlfühlt.

Vielleicht kann ich es während der nächsten Saison über den großen Teich schaffen und Yannick zuschauen und auch Euch beim Drachenradio kennenlernen.


Gibt es interessante Trivias zu Rathgeb, vielleicht was zum Schmunzeln?

Hmmm, was könnte ich über Yannick verraten?

Was glaubt Ihr war das erste was sich Yannick gegönnt hat als er wieder daheim angekommen ist? Auf dem Weg vom Flughafen nach Hause?

Das war dann ein oder vielleicht waren es auch zwei Döner. Ich glaube man könnte Yannick mit Döner bestechen 🙂Schoki

Und dann liebt er auch Schweizer Schoki. Aber das kann ich natürlich verstehen, da Schweizer Schokolade einfach die beste ist, aber nur ohne Nüsse, weil die mag er nicht.
Yannick’s Vater und seine Schwester kamen ihn in Plymouth besuchen und Yannick wusste, dass Schokolade bei mir auch nie schlecht werden würde. Sein Vater kam dann mit einem riesen Koffer an und bringt mir fast 10 Kilo Schweizer Schokolade…und alles meins. Ich war im Paradies 🙂

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